1983. Der 13. Bond-Film. Der sechste mit Roger Moore. Der erste mit einer Frau in der Titelrolle, noch dazu von der einzigen Schauspielerin dargestellt, die zweimal für eine Hauptrolle in der Bond-Serie engagiert wurde: Maud Adams ("Der Mann mit dem goldenen Colt") ist die rätselhafte Zirkuschefin Octopussy. Mit einer Atombombe im Gepäck, die beim nächsten Deutschlandgastspiel bei der US-Airforce gezündet werden soll, rollt ihr Zug durch die Lande. Etwas zum Rollen, nämlich eine internationale Spionageaffäre, die Bond bis nach Udaipur / Indien führt, um den Oberbösewich Kamal Khan (Louis Jordan) zu stellen, bringt das berühmte Farbergé-Ei auf einer Auktion, weshalb "Q" (Desmond Llewelyn) es als getarntes Ortungsgerät für Bond kopiert – zusätzlich zu seiner Fernseh-Armbanduhr mit Ortungssender. Absoluter Star des Films ist ein original Bede-Jet: Kleinster Düsenjäger der Welt: 3,66 Meter lang, 5 Meter Flügelspannweite: 500 km/h. Auf dem im Flug befindlichen Jet gibt es eine handfeste Prügelei, Start einer Reihe von haarigen Action-Szenen, die sechs Stuntmen als Bond-Doubles erforderten. So auch das Wettrennen auf den Bahngleisen zwischen Mercedes und Zirkuszug mit anschließendem Kampf auf den Waggondächern zwischen Bond und den mordlustigen Zwillingen (David und Tony Mayer). Diese in der DDR spielende Szene wurde im englischen Nene-Tal gedreht, während alle Berlin-Schauplätze echt sind: Checkpoint Charly, Koch- und Friedrichstraße, Tempodrom, die Mauer, die Avus, auf der Bond in halsbrecherischer Fahrt mit einem Alfa Romeo der Polizei entkommt.
Hörspielbearbeitung von Peter Bondy
Musik: John Barry