Sein dritter Film brachte Roger Moore 1977 den Durchbruch. Da sich United Artists eingekauft hatte, konnte Produzent Broccoli durch ein großzügiges Budget den Streifen mit Superlativen ausstatten: Er zeigt nicht nur den tollkühnsten Stunt der Bond-Serie, den Sprung von Ski-As Rick Sylvester über Grönlands "Asgard", Ken Adams baute für 1,25 Millionen Pfund Sterling die größte und teuerste Kulisse der Filmgeschichte: die 114 Meter lange Halle für das Innenleben des Supertankers "Liparus", Basis des "reichsten Irren der Welt", Karl Stromberg (Curd Jürgens). Der will den 3. Weltkrieg auslösen und versteckt in dem Tanker drei gekaperte Atom-U-Boote. Das verlangt natürlich Unterwasser-Action, zumal Bond einen Lotus Esprit bekommt, mit dem er sich nach haarsträubender Verfolgungsjagd ins Meer retten kann: Das Auto wird zum raketenbestückten U-Boot. Unter Wasser wird auch die "Liparus" gestürmt und Stromberg flüchtet nach deren Zerstörung in das spinnenartige Tiefseelaboratorium "Atlantis", das als Überlebenszentrale gedacht war, aber auch von Bond zerstört wird, der durch die Kopien des einzigartigen U-Boot-Aufspürsystems auf dessen Spur kam und dabei seine russische Widersacherin, die Agentin Anya Amasova (Barbara Bach) trifft. Als verliebte Todfeinde bestehen sie alle Gefahren, wobei Anya Bond durchaus den Rang ablaufen kann – nach Tracy in "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" der wichtigste Part der Bond-Serie. Noch eine Figur ist hervorzuheben: Ober-Ganove "Beißer", ein 2,13 Meter großer Riese mit blauen Stahlzähnen, der sich mit Bond unglaublich harte Kämpfe liefert. Richard Kiel wurde in der Rolle über Nacht zur Kultfigur.
Hörspielbearbeitung von Peter Bondy
Musik: John Barry