1963, ein Jahr nach dem ersten Bond-Film, stellte Terence Young, wieder nach Richard Maibaums Dreharbeiten, den zweiten 007-Streifen mit Sean Connery fertig. Der Spitzen-Thriller spielte allein in England seine Herstellungskosten ein. Bond, der erst beim Endkampf mit dem Mörder Grant (Robert Shaw) seinen neuen Aktenkoffer einsetzt, stellt dem feindlichen SPECTRE-Team, das die russische Dechiffrier-Maschine "Lector" stehlen und ihn erst erpressen und dann ermorden will, unerschütterlichen Mut und überragende Intelligenz entgegen. SPECTRE-Boss Rosa Klebb (Lotte Lenya) setzt die charmante Spionin Tatjana Romanowa (Daniela Bianchi) auf 007 an. Doch sie verliebt sich unsterblich in Bond und flieht mit ihm auf abenteuerlichen Wegen von Istanbul nach Venedig. Hilfe bekommt Bond dabei durch Kermin Bay, großartig gespielt von Pedro Armendariz, dessen tödliche Krankheit die Dreharbeiten damals jedoch tragisch überschattete. Um ein Haar wäre dann Terence Young bei einem Hubschrauberunglück ertrunken, als in Schottland die wahnwitzige Verfolgungsjagd über den Golf von Venedig gedreht wurde, bei der Bond den SPECTRE-Motorbooten dadurch entkommt, dass er durchlöcherte Bezinfässer ins Wasser wirft und mit einer Leuchtpistole in Brand schießt. Spektakulär auch eine Flucht durchs unterirdische Kanalsystem Istanbuls inmitten wilder Ratten, die, hinter einer Glasscheibe, beim Drehen entkommen... Allerdings nicht wie ein SPECTRE-Agent durch Anita Ekbergs Mund – einer Falltür in einem riesigen Filmplakat.