Titel » Die goldene Axt

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Inhalt »
Uralt sind die Märchen der Völker, und uralt ist der Traum der Menschen vom Sieg des Guten über das Böse. Uralt ist auch das Märchen ?Von der goldenen Axt?. Fremd ist die Welt, in der das Geschehen abrollt – aber das Thema von dem armen Bauern und dem reichen Gutsherrn, der nie genug bekommen kann, ist vertraut, denn es ist auch in unseren Märchen zu Hause. So wird eine Brücke geschlagen über Jahrhunderte zum alten China, von wo sich das Märchen nach dem Westen, Süden und Südosten ausbreitete.
Der Held unseres Märchens ist Kiu Sung, der gleich den anderen armen Bauern Frondienste bei dem grausamen und geizigen Wang Dschong leisten muß. Der Gutsherr haßt Kiu Sung, denn der hatte es gewagt, ihm zu widersprechen und für die Alten und Kranken einzutreten. Deshalb schickt er ihn in den sicheren Tod: Er soll die silberne Tanne bringen, und ohne sie darf er nicht heimkehren. Als Kiu Sung einen reißenden Bach überquert, entgleitet die Axt seinem Gürtel – wie soll Kiu Sung jetzt die Tanne fällen? Da erscheint ihm der Berggeist in der Gestalt eines alten Mannes und stellt Kiu Sungs Ehrlichkeit auf die Probe. Er gibt ihm zuerst eine goldene, dann eine silberne Axt anstelle der eisernen. Aber Kiu Sung widersteht der Verlockung. Und erst als der Berggeist die alte eiserne Axt hervorholt, ruft er: ?Das ist die eiserne Axt, die mir entfiel!? – Jetzt ist alles wie umgewandelt. Das Unwetter hat sich gelegt, mühelos kann Kiu Sung den Ort erreichen, wo die silberne Tanne steht, mühelos kann er sie schlagen und nach Hause bringen.
Als aber Wang Dschong von der goldenen und der silbernen Axt hört, übermannt ihn die Gier: Diese Kostbarkeiten muß er besitzen, koste es, was es wolle. Er eilt zum Bach, wirft eine eiserne Axt hinein, um den Berggeist herbeizurufen. Und als er endlich die goldene Axt in der Hand hält, will er sich eilends mit ihr davonmachen. Da ist die Zeit für seine Strafe gekommen: Der Wind heult auf, packt Wang Dschong und wirbelt ihn hoch in die Luft. Und kein Mensch hat den bösen und geizigen Gutsherrn je wieder zu Gesicht bekommen.

Allgemeine Infos » Letzte Änderung am: 27.04.2010 von Kleinformat
Medium
Label
Verlag
Veröffentlichungsjahr
Regisseur(e)
Produzent(en)

Seltenheit
Märchen
Keine Angabe
Einzelhörspiel
Nicht bekannt
5 60 043


Genre
Spieldauer
Serie
Ähnliche Vertonungen
Bestellnummer




Sprecher und Rollen » Letzte Änderung am: 27.04.2010 von Kleinformat
Erzähler
Kiu Sung
Gutsbesitzer Wang Dschong
Berggeist


Gerhard Schulz
Arno Wyzniewski
Maximilian Larsen
Friedrich Links

Weitere Infos » Letzte Änderung am: 27.04.2010 von Kleinformat
Frei erzählt nach alten chinesisch-vietnamesischen
Märchenmotiven von Ursula Kroszewsky.

Musik: Ernst-Peter Hoyer
lnstrumentalgruppe
Leitung: Gerhard Bautzmann
>Auflagen-Verknüpfung herstellen<

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Besucherkommentare »
01 Februar 2007
geschrieben von:
SuperK@ter
Covertext:
Uralt sind die Märchen der Völker, und uralt ist der Traum der Menschen vom Sieg des Guten über das Böse. Uralt ist auch das Märchen ?Von der goldenen Axt?. Fremd ist die Welt, in der das Geschehen abrollt ? aber das Thema von dem armen Bauern und dem reichen Gutsherrn, der nie genug bekommen kann, ist vertraut, denn es ist auch in unseren Märchen zu Hause. So wird eine Brücke geschlagen über Jahrhunderte zum alten China, von wo sich das Märchen nach dem Westen, Süden und Südosten ausbreitete.
Der Held unseres Märchens ist Kiu Sung, der gleich den anderen armen Bauern Frondienste bei dem grausamen und geizigen Wang Dschong leisten muß. Der Gutsherr haßt Kiu Sung, denn der hatte es gewagt, ihm zu widersprechen und für die Alten und Kranken einzutreten. Deshalb schickt er ihn in den sicheren Tod: Er soll die silberne Tanne bringen, und ohne sie darf er nicht heimkehren. Als Kiu Sung einen reißenden Bach überquert, entgleitet die Axt seinem Gürtel ? wie soll Kiu Sung jetzt die Tanne fällen? Da erscheint ihm der Berggeist in der Gestalt eines alten Mannes und stellt Kiu Sungs Ehrlichkeit auf die Probe. Er gibt ihm zuerst eine goldene, dann eine silberne Axt anstelle der eisernen. Aber Kiu Sung widersteht der Verlockung. Und erst als der Berggeist die alte eiserne Axt hervorholt, ruft er: ?Das ist die eiserne Axt, die mir entfiel!? ? Jetzt ist alles wie umgewandelt. Das Unwetter hat sich gelegt, mühelos kann Kiu Sung den Ort erreichen, wo die silberne Tanne steht, mühelos kann er sie schlagen und nach Hause bringen.
Als aber Wang Dschong von der goldenen und der silbernen Axt hört, übermannt ihn die Gier: Diese Kostbarkeiten muß er besitzen, koste es, was es wolle. Er eilt zum Bach, wirft eine eiserne Axt hinein, um den Berggeist herbeizurufen. Und als er endlich die goldene Axt in der Hand hält, will er sich eilends mit ihr davonmachen. Da ist die Zeit für seine Strafe gekommen: Der Wind heult auf, packt Wang Dschong und wirbelt ihn hoch in die Luft. Und kein Mensch hat den bösen und geizigen Gutsherrn je wieder zu Gesicht bekommen.

Frei erzählt nach alten chinesisch-vietnamesischen
Märchenmotiven von Ursula Kroszewsky

Musik: Ernst-Peter Hoyer
lnstrumentalgruppe
Leitung: Gerhard Bautzmann



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