Aladin, der Sohn einer armen Witwe, spielt lieber auf der Straße, als daß es ihm einfiele, etwas Gescheites zu lernen. Da kommt eines Tages ein Fremder ins Haus - und mit einem Schlage verändert sich das Leben des jungen Mannes: plötzlich kann er über ungeheure Reichtümer verfügen, sich jeden Wunsch erfüllen und sogar die Tochter des Sultans heiraten. Zwei mächtige Wüstendämonen, der Geist des Ringes und der Geist der Lampe, stehen ihm zu diensten. Und doch zerbricht sein Glück über Nacht. Arm wie zuvor, seiner Frau, seines Palastes und auch seiner hilfreichen Geister beraubt, muß er sogar um sein Leben bangen. Doch gerade in dem Augenblick, da er sich eingesteht, daß all der Segen unverdient war, mit dem er überschüttet wurde, wendet sich sein Schicksal wieder zum Guten!
So spricht dieses alte Märchen eine zeitlos gültige Lebensweisheit aus. Zwar gibt es viel unverdienten Reichtum auf dieser Welt (und daß Armut glücklich mache, wird im Ernst niemand mehr behaupten wollen!), aber auch Besitz kann doch nur dann zufriedenstellen, wenn man ihn sich redlich verdient hat. -
"Tausendundeine Nacht" ist die berühmteste orientalische Märchensammlung. Die ältesten dieser Gechichten kommen aus dem Persischen und wurden schon im 8. Jahrhundert aufgezeichnet. In der Originalfassungein Buch für Erwachsene, wurde "Tausendundeine Nacht" in zahlreichen Bearbeitungen eine Lieblingslektüre für Kinder.
Eine Geistergeschichte aus "Tausendundeine Nacht".
Als Hörspiel bearbeitet von Annette Überhorst.
Illustration des Covers: Mouche Vormstein