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Intercord suchte Anfang der 1970er Jahre im boomenden Hörspielgeschäft ein Standbein - und fand es in Märchen, die noch nicht eingespielt waren; Erzählungen aus dem slawischen, englischen und amerikanischen Kulturkreis. Gerade diese vermeintliche Marktlücke wurde aber zur Falle, denn die Käufer zogen offenbar damals schon eher das "ewig Gleiche" dem Unbekannten vor. Daher wurden die sorgfältig gemachten Produktionen keine "Riesenerfolge" - sehr schade!
Die beiden Geschichten dieser Platte sind in ihren Ursprungsländern mindestens so bekannt wie bei uns die Märchen der Brüder Grimm. "Onkelchen Langohr" macht Kinder sensibel für die Würde der Tiere; "Libussa" ist eine prachtvolle, weit ausgreifende Sage, die für die Schallplatte geschickt gerafft worden ist.
Allerdings: Für "Kinder ab 6" ist vielleicht gerade diese Erzählung heute nicht mehr geeignet; zu sehr ist die Sprache hier historisiert, und die nur spärlich eingestreuten Geräuscheffekte erschweren die "Bildfindung" für ganz junge Hörer.
Auch die Sprecher, die aus dem Ensemble des Landestheaters Detmold rekrutiert wurden, gestalten ihre Partien eher intellektuell als kindgerecht.
Als "Hörbuch mit verteilten Rollen" aber überzeugt die Platte ganz sicher!