Titel » Sigismund Rüstig

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Inhalt »
An Bord des Frachters "Pacific" reist das Ehepaar Sebald aus Sydney mit seinen Kindern William, Albert, Tommy und Caroline nach England zurück. Im Indischen Ozean schlägt das Schiff leck, die Besatzung beschließt nach einem heftigen Orkan, die Passagiere und die Fracht in dem Wrack sich selbst zu überlassen. Als einziger bleibt der zweite Steuermann Sigismund Rüstig, ein alter erfahrener, redlicher Seemann, bei den Hilflosen zurück. Dank seiner Umsicht und mit seiner Hilfe gelingt es ihnen, sich mit dem Lebensnotwendigsten auf eine Koralleninsel in der Südsee zu retten. Dort lernen sie, mit den Gegebenheiten des Lebens in der Natur zurechtzukommen und entdecken ein paradiesisches Refugium auf dieser entlegenen Insel. Am Ende müssen sich die Schiffbrüchigen kriegerischen Angriffen der Eingeborenen erwehren, um schließlich von einem Schiff gerettet zu werden. Beim Versuch, außerhalb des selbsterrichteten Palisadenzauns Wasser zu holen (weil der ungehorsame kleine Sohn des Engländers Sebald, Tommy, das Wasserreservoir vergeudet hat), wir Rüstig schwer verwundet. Anders als im literarischen Vorbild überlebt er dies jedoch - insbesondere zur Freude
seines jugendlichen Freundes, des ältesten Sohn Sebalds, des 12jährigen Willem (Wilhelm) - und alles geht am Ende gut aus.

Allgemeine Infos »
Medium
Label
Verlag
Veröffentlichungsjahr
Regisseur(e)
Produzent(en)

Seltenheit
Abenteuer
39:16
Einzelhörspiel
Nicht bekannt
701 511 WPY


Genre
Spieldauer
Serie
Ähnliche Vertonungen
Bestellnummer




Sprecher und Rollen »
Sigismund Rüstig
Kapitän Osborn
Rickmers
Sebald
Frau Sebald
Juno
Wilhelm
Thomas

Horst Werner Loos
Peter Versten
Helmut Wöstmann
Ludwig Thiesen
Dagmar von Kurmin
Ilona Wiedem
Thomas Rosengarten
Tobias Lelle

Weitere Infos »
Märchen in Hörspielform nach Frederik Marryat
Hörspielbearbeitung und Produtkion: Kurt Vethake
Regie: Benno Schurr
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Besucherkommentare »
29 November 2007
geschrieben von:
Sebastian
Der Wert dieses Hörspiels liegt vor allem in der historischen Bedeutung des Jugendabenteuerromans und dem Umstand, dass heute ebensowenig eine Buchausgabe wie ein Hörspiel im Handel erhältlich ist.

"Masterman Ready, or the Wreck in the Pacific", 1841 von Captain Frederick Marryat (1792-1848), einem früheren Seefahrer und populären britischen Schriftsteller geschrieben, war eine typische Robinsonade und einer der erfolgreichsten Abenteuerromane, auch in Deutschlandder ausgangs des 19. Jahrhunderts.
Der originale Titel der deutsche Übersetzung 1864 (?) lautete noch "Sigismund Rüstig, der Bremer Steuermann"
Spätere deutsche Ausgaben trugen weitere Fantasietitel wie
- "Sigismund Rüstig oder Die Schiffbrüchigen auf der Koralleninsel"
- "Der Neue Robinson"
- "Robinson Ready"
- "Steuermann Ready der neue Robinson oder Der Schiffbruch des "Pacific" "
- "Sigismund Rüstig, oder: Die Ansiedler auf der Koralleninsel"
- "Der neue Robinson oder Schiffbruch des Pacific"
Durchgesetzt hat sich jedoch der an englischen Original am engsten orientieren Titel
- "Sigismund Rüstig oder der Schiffbruch der Pacific" (in ältern Ausgaben noch "...des (!) Pacific".

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Inhalt:
An Bord des Frachters "Pacific" reist das Ehepaar Sebald (im Original: Seagrave) aus Sydney mit seinen Kindern William, Albert, Tommy und Caroline nach England zurück. Im Indischen Ozean schlägt das Schiff leck, die Besatzung beschließt nach einem heftigen Orkan, die Passagiere und die Fracht in dem Wrack sich selbst zu überlassen. Als einziger bleibt der zweite Steuermann Sigismund Rüstig (im Original: Ready), ein alter erfahrener, redlicher Seemann, bei den Hilflosen zurück. Dank seiner Umsicht und mit seiner Hilfe gelingt es ihnen, sich mit dem Lebensnotwendigsten auf eine Koralleninsel in der Südsee zu retten. Dort lernen sie, mit den Gegebenheiten des Lebens in der Natur zurechtzukommen und entdecken ein paradiesisches Refugium auf dieser entlegenen Insel. In dieser Phase des Romans findet eine längere "Geschichte in der Geschichte" statt - die Rüstig erzählt seinen Mitreisenden ausführlich erzählt. Am Ende müssen sich die Schiffbrüchigen kriegerischen Angriffen der Eingeborenen erwehren, um schließlich von einem Schiff gerettet zu werden. Beim Versuch, außerhalb des selbsterrichteten Palisadenzauns Wasser zu holen (weil der ungehorsame kleine Sohn des Engländers Sebald, Tommy, das Wasserreservoir vergeudet hat), wir jedoch Rüstig tödlich verwundet. Er wird auf seinen letzten Wunsch hin auf der Insel bestattet, ganz besonders beweint von seinem jugendlichen Freund, dem ältesten Sohn Sebalds, dem 12jährigen Willem (Wilhelm).
Auffällig ist die christlich-pädagogische Durchsetzung des Stoffs: Rüstig kommte irgendwie als der perfekte Christenmensch rüber - hilfreich, edel und gut ... und unglaublich gläubig, fast schon frömmelnd. Aber wer Karl May im Original lesen kann, kommt auch mit Marryat gut zurecht.
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Zum Hörspiel:
Es ist eine vergleichsweise sparsame Umsetzung des Stoffs, dabei jedoch authentisch, gut gesprochen (hervorragend: Thomas Rosengarten - der "Anton" aus dem alten Hörspiel-Klassiker "Pünktchen und Anton"), ohne größere Effekte und ohne jede Musik, wenn man von einem monotonen Trommel-Zwischenspiel absieht. Auffällig ist der Verzicht auf einen Erzähler, was hier und da doch zur Verlangsamung beiträgt. (Schnelle "Schnitte", Sprünge und Szenenwechsel sind einfach ohne Erzähler schwieriger zu bewerkstelligen als mit; und die Dialoge drohen schwerfälliger zu werden, weil sie immer mehr Erklärungsanteil aufweisen müssen.
Die Geschichte ist gut und ohne große Abweichungen wiedergegeben (wenn man davon absieht, dass die längliche "Geschichte in der Geschichte" ausgelassen wurde - hier wird ausgeblendet, als Rüstig zu erzählen verspricht...). -- Allerdings MIT EINER GROßEN AUSNAHME: Im Hörspiel stirbt der gute Rüstig am Ende NICHT. Es ist also für den Seelenfrieden der lieben kleinen Zuhörer tauglich gemacht worden. (Warum waren eigentlich die jugendlichen Leser im 19. Jahrhundert vermeintlich hartgesottener als die jugendlichen Hörer Ende der 60er Jahre?)

Fazit:
Ein frühe Vethake-Produktion, die sicher nicht zu seinen Glanzwerken zählt und auch nicht an den Robinson Crusoe von Europa heranreicht, aber ein solides Hörspiel, etwas sparsam und altbacken vielleicht (das Cover ist da ein wenig symptomatisch), aber wertvoll, weil der historische Stoff so selten geworden ist.

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06 Juni 2007
geschrieben von:
Astrid Jansen
Ich wünschte meine Mutter hätte die Platte nicht weggeworfen! Ich würde es so gerne noch einmal hören.
astrid

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21 Januar 2007
geschrieben von:
Sebastian
Wenn mir jemand dieses Hörspiel anbieten/vermitteln kann, wäre ich dankbar.
Keine Hörspielwertung abgegeben.

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