Wer die erste Schallplatte "Eine Woche voller Samstage" gehört hat, weiß bereits, was ein "Sams" ist. Wer es noch nicht weiß, soll es jetzt erfahren. Ein Sams ist ein seltsames Wesen mit einer Nase wie ein Schweinerüssel, mit roten Stachelhaaren, kleinen frechen Äuglein und einem Gesicht voller blauer Punkte. Und so sieht sein Körper aus: Zuerst fällt der grüne, prallrunde Trommelbauch auf, weil er so groß ist. Arme und Hände sind die eines kleinen Kindes, die Füße dagegen erinnern an vergrößerte Froschfüße. Brust und Bauch sind glatt und grün, der Rücken rot behaart wie bei einem jungen Orang-Utan.
Ein Sams hat niemals Angst, läßt sich nichts gefallen und findet auf alles eine Antwort. Wer den Namen des Sams weiß, wenn er ihm irgendwo und irgendwann begegnet, dem gehört es für eine ganze Woche. Im Augenblick gehört es Herrn Taschenbier, der zur Untermiete bei Frau Rotkohl wohnt. Es lebt bei ihm schon eine ganze Weile, nämlich von Samstag bis Dienstag. Beide haben bereits viele aufregende Abenteuer miteinander gehabt, im Kaufhaus zum Beispiel oder im Büro von Herrn Oberstein. Herr Oberstein ist der Chef von Herrn Taschenbier. Aber jetzt hat Herr Taschenbier frei. Auch das verdankt er dem Sams. Herr Taschenbier hat großen Respekt vor Frau Rotkohl, seiner Zimmerwirtin, die ihm alles verbietet. Auch hier versucht das Sams, seinem "Papa" zu helfen. Natürlich mit Erfolg. Es hat nicht umsonst einen so großen Mund, ja daß man eigentlich fast Maul sagen müßte. Was das Sams in der Schule erlebt, wie es eine KBA, eine Knackwurstbringanlage, errichtet und zusammen mit seinem "Papa" einen Schneesturm und eine Überschwemmung glücklich übersteht, das sollt ihr nun in der zweiten Folge der Sams-Geschichten "Von Mittwoch bis Samstag" miterleben. Damit ist die "Woche voller Samstage" zu Ende. Vorläufig jedenfalls
denn Paul Maar, der Erfinder der lustigen "Sams"-Figur, schreibt bereits an weiteren Abenteuern mit dem Sams.
Hörspiel von Kurt Vethake
Eine Kurt-Vethake-Produktion
Aufgenommen im Phonogram-Studio, Berlin
Musik: Max Roth
Tonigeneur: Ludwig Bender
Regie: Kurt Vethake
Es spielt das Puppentheater: "Die Kullerköpfe"
Herausgeber: PHONOGRAM GmbH, Hamburg
Printed in Germany