Ihr kennt Michel noch nicht? dann wird es aber alerhöchste Zeit, daß ihr ihn kennenlernt, diesen Michel, der mehr Unfug macht als irgendein anderer Junge in ganz Lönneberga oder ganz Smaland oder ganz Schweden oder - wer weiß - vielleicht auf der ganzen Welt.
Am 22. Mai zum Beispiel stülpte er sich die Suppenschüssel wie einen Kübel über den Kopf, um den Rest Rindfleischsuppe auszuschlürfen. Aber das endete schlecht, denn er bekam seinen Kopf nicht mehr aus der Schüssel heraus, und sein Vater mußte Michel zum Doktor nach Mariannelund fahren.
Damit sind Michels Streiche aber noch nicht zu Ende. Da war zum Beispiel der 10. Juni. An diesem Tag gab es große Aufregung auf Katthult, weil Michel seine Schwester Ida an der Fahnenstange hochgezogen hatte.
Nach jedem Streich muß Michel zur Strafe in den Tischlerschuppen, nur solange, bis er über seinen Streich nachgedacht hatte. Aber am 28. Juli wurde er dort gleich dreimal an einem Tag eingesperrt.
Am 26. Dezember veranstaltete er "das große Aufräumen Katthult". Was es damit auf sich hatte, soll hier icht verraten werden - oder doch nur soviel, daß Michel an diesem Abend die böse, herrschsüchtige Kommandora in der Wolfsgrube fing. Ja, er machte schon Streiche, dieser Schlingel, der kein Engel war - wie die Magd Lina von Michel singt, den seine Mutter (und auch seine Schwester Ida) so liebhaben, wie er nun einmal ist. Daß der Vater wütend auf Michel ist, wer will es ihm verdenken? Wer läßt sich schon gern mit Blutwurstteig überschütten oder seinen großen Zeh in einer Rattenfalle fangen?
Falls ihr das "Michel"-Buch von Astrid Lindgren noch nicht gelesen oder den "Michel"-Film noch nicht gesehen habt, macht das gar nichts.
In jedem Fall werdet ihr viel Spaß daran haben.
K. V. (Kurt Vethake)
Nach dem gleichnamigen Film mit viel Musik und allen Liedern
Deutsche Bearbeitung und stereophonische Einrichtung: Kurt Vethake
Musik: Georg Riedel
Liedertexte: Astrid Lingren/Peter Anton
Verlag: Edition Cinetel, Berlin
Toningeneur: Peter Wagner
Regie und Produktion: Kurt Vethake