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Besucherkommentare »
28
Juli
2014
geschrieben von:
europi
Storms so sensible Novelle in ein Hörspiel umzuformen, ist eine eigene Kunst. Kurt Vethake hat sich in dieser Kunst als Meister erwiesen. Das Skript erhält die Sprache des Dichters, wo immer sie heute noch problemlos einem Sprecher in den Mund gelegt werden kann und nur wenige Stellen sowie die Rahmenhandlung werden gekürzt. Wir erleben also eine Stunde "echten" Theodor Storm.
Die Handlung der Novelle ist auf allen Ebenen ein Eintreten für das Kindhafte - als dem "reinen Menschlichen": Ohne kindhaftes Vertrauen keine Liebe und kein Vertrauen in den Anderen, den Fremden; ohne reine Naivität keine Kunst. Da, wo Mensch-Sein zur Brutalität wird, wo Vorurteile und Angst herrschen, gibt es kein Zurück mehr in das, was Storm wohl unter "Humanität" verstand.
Vethake bringt solche zerbrechlichen Botschaften in sein Skript, die Sprecher in die Rillen der Schallplatte, die für Kinder vielleicht doch stellenweise sehr schmerzlich zu hören sein mag (siehe: Ein unbekannter Gast).
Ich persönlich glaube, dass die meisten von uns hier Erwachsene sind, die ihre Kindheit nicht verleugnen, sondern sie mit sich nehmen - würden wir sonst über Hörspiele für Jugendliche plaudern? Und uns ist diese Platte bestimmt einen Ehrenplatz in der Sammlung wert. Und: Dankeschön, Piccolo Puppenspiele, für Deinen liebevollen Kommentar!
Meine Hörspielwertung:
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18
Dezember
2007
geschrieben von:
Michaela

Wir haben dieses Hörspiel einmal Weihnachten aus dem Rundfunkt aufgenommen - nach wie vor eines der Besten! - Der kleine Paul und das Lisei - eine wunderschöne Liebesgeschichte!
Meine Hörspielwertung:
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31
Januar
2007
geschrieben von:
Ein unbekannter Gast
Grausam! Ganz Grausam! Ich bin bei der Szene, wo die Marionetten mit Steinen beschmissen werden, immer aus dem Wohnzimmer gerannt.
Keine Hörspielwertung abgegeben.
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31
Januar
2007
geschrieben von:
PICCOLO PUPPENSPIELE
>
Ein erstes frohes "Aha-Erlebnis" hatte ich bereits, als ich gestern zum ersten Mal diese LP in den Händen hielt: Peter Schiff, dieser große Mann der Sprechkunst, in der Erzähler- und (zumindest in der zweiten Hälfte des Hörspiels) auch in der Hauptrolle. Ich oute mich mit offenem Herzen: ICH BIN SEIN FAN, und wenn Peter Schiff spricht, schmelze ich dahin! Einen ähnlichen Gourmet der deutschen Sprache sehe ich eigentlich nur noch in Charles Regnier. Hinzu kommt, daß Schiff ein Sprecher beim Kullerkopf-Kasper war, also mit Michael Orth als einem der bedeutensten deutschen Puppenspieler zusammengearbeitet hat - ausgerechnet Schiff an der Spitze der Besetzungsliste von "Pole Poppenspäler" zu finden, war für mich also, wie gesagt, eine echte Freude.
Das zweite "Aha-Erlebnis" war dann allerdings die Platte selbst: schlicht und einfach großartig! Ein sensibles, einfühlsames, zurückhaltendes, eher "scheu" wirkendes Hörspiel, dicht in seiner Atmosphäre und sprachlich wie sprecherlich ein wirklicher Genuß. Die Szenen der Puppenspielaufführungen spiegeln tatsächlich den übertrieben pathetischen und auf große Säle geeichten Sprechstil der alten Wandermarionettentheater und Jahrmarktspuppenspieler wieder; der letzte, der dies noch im Original präsentieren konnte, war der Puppenspieler Walter Büttner (gestorben Anfang der 1990er Jahre, dessen Puppen man übrigens auf den beiden Kasperle-Platten mit Gerd von Haßler von EUROPA sieht!). Diesen antiquierten, minettiartigen und heute als völlig übertrieben empfundenen Stil der Bühnensprache demonstriert dieses Hörspiel in ganz ausgezeichneter Weise und ist alleine deswegen ein puppenspielerisches "Histörchen".
Eine Theodor-Storm-Novelle in ein Hörspiel zu packen, ist natürlich immer ein riskantes Unterfangen. Aber dieses Hörspiel ist bestechend in seiner Präzision und "zwingend" in seiner Wirkung auf den Zuhörer, d.h.: Wer die Novelle nach dem Hören der Platte liest, wird zwangsläufig Peter Schiffs und der anderen Sprecher Stimmen und Stimmungen im Ohr haben. Nach Fernandel gab es keinen anderen Don Camillo mehr (so sehr sich Mario Adorf auch bemüht hat), die Rutherford war und bleibt auf ewig die einzige Miss Marple - und Peter Schiff wird Paul Paulsen bleiben für jeden, der dieses Hörspiel auch nur ein einziges Mal genossen hat.
Traurig ist die Geschichte natürlich. Sie bietet eben Einblicke in die Welt hinter den Kulissen; die Szene mit der gescheiterten Marionetten-Vorstellung (die Puppen werden mit Steinen beschmissen) ist von wahrlich albtraumhafter Intensität. Doch jedem, der gegen Ende der Schallplatte ein Tränchen im Auge hat, sei aus berufenem Mund gesagt: Es gibt auch heitere, sehr, sehr heitere Tage im Leben eines Puppenspieler
Meine Hörspielwertung:
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13
Dezember
2004
geschrieben von:
Ingo

Ich war schon bestimmt 12 oder 13, als mir das Hörspiel auf MC in die Finger kam. Ich fand die Geschichte immer sehr schön aber furchtbar traurig. Ich habe diese Version auch mal Zweiteiler im Radio gehört, im Südwestfunk bei "Für junge Hörer". Sprecher war die Crew um Benno Schurr.
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08
Juni
2004
geschrieben von:
Holger
Völlig unterschätzte Hörspielfassung.Sehr solide vom Vethake-Team umgesetzt.Meines Wissens war maritim auch die einzige Firma,die sich des Buches von T.Storm annahm.
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