LIEBE JUNGEN UND MÄDEL,
nun liegt auch der dritte Teil der Pippi Langstrumpf-Abenteuer mit dem Titel "Pippi in Taka-Tuka-Land" als Schallplatte vor. Sicher habt ihr schon sehnsüchtig darauf gewartet?
Was hat den großen Erfolg gerade dieses Kinderbuches begründet? Die Zeitung "Die Welt" in Hamburg hat dafür folgende Erklärung:
"Hier wird einmal die Vorherrschaft der Erwachsenen gebrochen. Das Kind siegt auf der ganzen Linie. Das kleine Mädchen Pippi triumphiert über Einbrecher, Lehrerinnen und Schutzleute. Es kann, was es möchte, es darf sogar zu Bett gehen, wann es ihm gefällt. Es ist so herrlich unerzogen, wie Kinder es sich nur wünschen. Es bricht dem behaarlichen Ernst der Großen und den Stieren die Hörner ab und macht furchtlos die Welt zur Spielwiese. Es lügt so wunderbar, daß man es darum beneiden möchte. Nein, es lügt nicht: ihm gehört die arglose Phantasie, die erst das Leben bunt und glänzend macht und die ermöglicht, was uns Erwachsenen so schwerfällt: das Land ohne Grenzen. Es ist die Internationale der Kinder. Pippi führt sie an".
Auch diesmal erlebt Pippi zahlreiche Abenteuer.
Ausgerechnet der feine Herr aus der Großstadt, der sich für etwas ganz Besonderes hält und auf die Leute in der kleinen Stadt herabsieht, will die Villa Kunterbunt kaufen. Aber nur, um sie abzureißen. Doch da kommt er Pippi Langstrumpf an die falsche Adresse. Später findet Pippi einen "Spunk". Und dann kommt überraschend ein Brief von Pippis Vater, Kapitän Langstrumpf, der Pippi nach Taka-Tuka-Land holen will. So macht Pippi tatsächlich eine Schiffsreise zu der Südseeinsel, wo ihr Vater König ist. Und Annika und Thomas, ihre Freunde, amchen die Reise mit. Auf die Spiele mit den schwarzen Kindern in Taka-Tuka-Land folgt die Begegnung mit zwei Banditen, die auf Perlen aus sind. Nach vielen Abenteuern befinden sich Pippi, Annika und Thomas schließlich wieder in ihrer kleinen Stadt. Alle drei Kinder wünschen sich etwas. Was das ist, soll hier nicht verraten werden. Aber vielleicht habt ihr schon den gleichen Wunsch gehabt? Wer weiß?
Astrid Lindgren, die schwedische Autorin, erfand diese Gestalt, deren Namen sich ihre Tochter ausgedacht hat, am Bettrand ihres kranken Kindes.
Pippi Langstrumpf ist ein Sonderfall in der modernen Kinderliteratur, der viel Staub unter den Erwachsenen aufwirbelte und viel Glück unter die Kinder brachte, nicht nur in Schweden, auch in Deutschland und in allen Ländern, wo Bücher gelesen werden.
Astrid Lindgren schreibt, wie sie selbst einmal gesagt hat, damit die jungen Leser erkennen, daß die Erde ein guter Ort ist, um dort zu leben und daß das Leben ein Geschenk ist.
22 Bücher stammen aus ihrer Feder
aber keines hat so viele Freunde gewonnen wie Pippi Langstrumpf.
K. V. (Kurt Vethake)
Tonmeister: Günter Topel
© Verlag Friedrich Oetinger, Hamburg
Astrid Lindgren:
Pippi Langstrumpf, Gesamtausgabe
erschienen im Verlag Friedrich Oetinger