Vom Märchen um die sieben Schwaben gibt es mehrere Versionen: So die kurze Version von den Gebr. Grimm, hier ziehen die Schwaben aber südlich zum Bodensee [wie z.B. auch auf dem Hörspiel von Kurt Vethake (Philips, 1970)], bei Bechstein hingegen ziehen die sieben wackeren Recken wie auch auf dieser Aufnahme westlich zur Mosel, in der sie bei den Versuch diese zu durchwaten allerdings ertrinken. Diese Schicksal bleibt den schwäbelnden Helden hier allerdings erspart, so daß sie glücklich bis nach Spanien gelangen. Dieser Zusatz ist freilich eine eigende Idee von Gerd von Haßler.
Vorlage: 'Die sieben Schwaben', frei nach den Gebrüdern Grimm
und [ungenannt] Ludwig Bechstein
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Besucherkommentare »
01
April
2004
geschrieben von:
Danielle

Waren Gerd von Hasslers Kasperle-Hörspiele von Europa noch sehr hysterisch und schrill geraten, so ist "Die sieben Schwaben" das krasse Gegenteil. In bester Schwabentradition, plätschert die Geschichte gaaaanz laaaangsaaam vor sich hin, und versinkt dabei ständig in irgendwelchen belanglosen Details. Hassler selbst hat hier sein Tempo ebenfalls deutlich heruntergeschraubt, selbst wenn er auch dieses Mal nicht auf seine Eigenart verzichtete, gleich mehrere Rollen zu sprechen. Kaspar Igelein, Hans Roseneckh und Hans Bär dürften wohl ungezweifelt seine Pseudonyme gewesen sein. Fazit: Ein eher langweiliges aber dennoch ungewöhnliches Hassler-Werk.
Keine Hörspielwertung abgegeben.
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01
April
2004
geschrieben von:
Thomas
Dieses Hörspiel kann ich nur zweiseitig getrennt beurteilen: Der erste, noch an die Märchenvorlagen angelehnte Teil mit seiner 'Frau-Wirtin-hat-noch-ein-Küssle-frei'-Episode erfreut sich einer Stimmung, die zwar nicht ganz mit den behäbigen Schwabenstreichen von 'Häberle und Pfleiderer' alias Willy Reichert & Oscar Heiler mithalten kann, aber durchaus noch zu geniessen ist. Die zweite Hälfte allerdings dürfte selbst von eingefleischten Fans der Familie Becker (nicht Boris sondern Heinz alias Dudenhöfer) schwer zu ertragen sein und tritt immer wieder nur auf der Stelle herum. Vielleicht hätte Gerd deshalb die Sieben doch besser in der Mosel ertrinken lassen sollen und die zweite Seite mit schwäbischen Schildbürgern gefüllt: Aber die hätten bei ihrem Tempo sicherlich auch noch nachts das Mondlicht ins Rathaus getragen. Fragt sich nur noch, ob Gerds 'Schlaraffenland' auf gleichen Niveau ist. @Danielle: Mit den Pseudonymen hast du ganz sicher recht, seltsamerweise bin ich nicht mal auf die Idee gekommen daran zu denken, was ich nur damit entschuldigen kann, daß ich kein erfahrender Hassler-Hörer bin. Tatsächlich klingen die Stimmen in den Dialogen derart künstlich aneinandergeheftet, daß man eigendlich schon ohrenblind sein sollte, um dies nicht zu bemerken! Nach erneuten Anhören würde ich glauben, daß es neben Gudrun Stütz eigendlich nur noch Hassler und Cartano als Sprecher gibt, wobei meine Hypothese die ist, daß Hassler hinter den 'Tiernamen' Schalbe, Igelein, Bär und Leo steckt während Cartano die restlichen Namen, mindestens aber van Thiel, mitbedient. Allein, eine letzte Bewertung in der Hinsicht vermag ich nicht abzugeben.
Keine Hörspielwertung abgegeben.
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