Der Seeräuber Klaus Störtebeker
Wenn wir von Seeräubern und Piraten hören, denken wir an kühne, wagemutige Männer. An abenteuerliche Fahrten und Kämpfe in tosender See. An Segelschiffe und Galeonen, an unbewohnte Inseln, die als Verstecke sagenhafter Schätze dienten. Wir vergessen dabei, dass Seeräuber ganz gewöhnliche Diebe und Mörder waren.
Von den Freibeutern wie Godeke Michels und Klaus Störtebeker handelt dieses Hörspiel. Diese Burschen nutzten die Regel, dass der Stärkere Recht hat und dass das Meer allen gehört. Sie sonnten sich in dem Ruhm, dass sogar Könige ihre Dienste gebrauchten. So wie der schwedische König Albrecht, dem sie halfen, das belagerte Stockholm mit Lebensmitteln zu versorgen.
Daher bekamen sie ihren Namen "Vitalienbrüder".Ihr müsst wissen, dass die Lebensmittel damals Viktualien oder Vitalien hießen. Schlimm war nur, dass Störtebeker und seine Kumpane den Kaperkrieg auf eigene Faust fortsetzten.
Hörspiel von Karsten Niebers frei nach Überlieferungen aus der Zeit der Hanse.
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Besucherkommentare »
08
Januar
2014
geschrieben von:
DirkHardegen

Dieses Hörspiel leuchtet unter den mir bekannten Störtebeker-Fassungen angenehm heraus. Der Fokus der Bearbeitung liegt hier nicht auf wildem Kampfgeschrei, inbrünstigem Gefechtslärm und dröhnendem Piraten-Gelächter... sondern ganz klar auf der Story, den Charakteren, den Entscheidungen. In der Anmutung eines "Schulfilms" werden Schlüsselszenen aus dem Leben des Piraten inszeniert und durch den Erzähler verknüpft. Dies geht vielleicht auf Kosten des Abenteuer-Appeals und wirkt eher wie eine akustische Geschichtsstunde (nun eine halbe Stunde) - aber eine gute. Folglich wird nicht "filmisch" jede Aktion ausinszeniert, sondern mit Geräuscheffekten und Atmosphären eher gegeizt. Dadurch wirkt der Höreindruck insgesamt spartanischer, aber auch reifer, erwachsener, als vergleichsweise Produktionen etwa von Europa oder die laute Halversche Teledc-Inszenierung für Tom & Della. Die Musik ist sparsam und beschränkt sich auf ein einzelnes Paukenmotiv - damit wird zwar nicht die überbordende Seeräuber-Romantik eines "Roten Korsaren" beschworen, aber vermutlich der musikalische Zeitgeist des Stoffes (spätes 14. Jahrhundert) besser gespiegelt, als mit zB schwülstigen Tschaikowski-Einspielern. Das Sprecherensemble - allen voran Manfred Wohlers - ist in Bestform - eben weil es auch die leisen Töne beherrscht - und selbst der - klar nordisch gefärbte - Erzähler passt ins Bild. Volle Punktzahl
Meine Hörspielwertung:
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05
Mai
2012
geschrieben von:
Perry
Hier wurde leider ein tolles Thema, das bei anderen Labeln sehr gut und liebevoll umgesetzt wurde, weil es eben eine Menge Raum für gute Umsetzungen bietet, in rund 30 Minuten Leidenschaftslos heruntergekurbelt. Schade.
Meine Hörspielwertung:
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