Nathaniel oder Natty Bumppo, der erst Wildtöter, später Pfadfinder und Lederstrumpf genannt wurde, hat wirklich gelebt, freilich unter einem anderen Namen: Daniel Boone war der berühmte Waldläufer, Jäger und Fallensteller, der als erster Mann im Frühling mit vier Gefährten 1769 über das unzugängliche Cumberlandgebirge in ein Land vorstieß, daß vor ihm noch kein Weißer betreten hatte. Es war ein Mann mit edlem und tapferem Herzen und hat in Freundschaft mit vielen Indianern ein an Abenteuern und Enttäuschungen reiche Leben gelebt, das er als Neunzigjähriger inmitten seiner indianischen Freunde beschloß. Cooper hat in seinem vielbändigen Werk »Der Lederstrumpf« ein unvergängliches Denkmal gesetzt.
»Der Lederstrumpf« gehört zu den Büchern, die Generationen von Jungen begeistert haben. Cooper wurde mit seinem Roman zum »amerikanischen Walter Scott« und zum Begründer der Indianergeschichten. »Lederstrumpf«, der einsam durch die Wälder streift und für das Gute streitet, bleibt auch heute für alle Jungen ein Vorbild, das ihnen lieb und vertraut ist.
Während die ersten drei Erzählungen im Norden an den großen Seen spielen, ist der Schauplatz der letzten Erzählung die Prärie, jene weit grasbewachsene Ebene, jenseits des »Vaters der Ströme«, wie der Mississippi genannt wird.
In dieser Erzählung treten an Stelle der Delawaren und Irokesen andere Stämme auf, welche die weiten Ebenen des Westens bevölkern, nämlich Sioux und Pawnees. Aber die Abenteuer, die Natty Bumppo, genannt »Lederstrumpf«, mit feindlichen Indianern und weißen Sklavenhändlern zu bestehen hat, sind nicht minder aufregend. Howgh! Ich habe gesprochen!
Kurt Vethake
Toningenieur: Peter Wagner
Musik: Arno Bergmann